Für Arbeitsplätze kämpfen!

Die grösste Papierfabrik der Schweiz, die Papieri in Biberist, wird nach 149 Jahren Papierproduktion nun endgültig geschlossen. Trotz riesiger Solidarität der Bevölkerung mit den Arbeitenden konnte der Schliessungsentscheid der Sappi nicht verhindert werden.
Die JUSO Kanton Solothurn war mit der Konsolidierungsphase einverstanden, doch wie zu erwarten war, konnte kein Investor gefunden werden. Das Interesse von Sappi an guten Geschäftszahlen ist grösser, als der Wille,Arbeitsplätze in unserer Region zu erhalten. Die ArbeiterInnen werden ohne Bedenken mit einem halbwegs befriedigenden Sozialplan auf die Strasse gestellt. So werden gute Zahlen für die Aktionäre geschaffen und vermutlich auch saftige Dividenden. Wieder einmal wird Profit für Wenige, auf Kosten von vielen gemacht. 
Die ArbeiterInnen haben nun lange genug, brav weiter gearbeitet, trotz der drohenden Schliessung. Nun gilt es, für die Arbeitsplätze zu kämpfen. Die Papierfabrik darf nicht aufgegeben werden! Die Fabrik wird nicht von den Geld hungrigen Sappi-Manager am laufen gehalten, sondern von den ArbeiterInnen in der Fabrik. Die Produktion kann von den ArbeiterInnen weitergeführt werden. Die Solidarität aus der Bevölkerung und anderer regionaler Betriebe mit der Sappi in Biberist ist gross, somit kann sicher eine Lösung gefunden werden, wie man die Papierfabrik am Laufen lassen kann.
Vom Kanton und den Gemeinden müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Schliesung von Betrieben künftig nicht mehr so einfach von statten gehen kann. Desshalb fordert die JUSO Kanton Solothurn:

  • Bertriebe müssen ihre Gechäftszahlen offen legen, wenn sie mehr als 5 Personen gleichzeitig kündigen
  • Bei einem Konkurs oder einer Standortsschliessung muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Belegschaft die Arbeit weiterführen kann. (z.B. in Form einer Genossenschaft)
  • In den Firmen müssen Betriebsräte eingeführt werden, welche über die Zukunft von Firmen mit bestimmen können
  • Reverstaatlichung und Demokratisierung der Stromproduzenten

Durch solche Massnahmen kann der Abbau von Arbeitsplätzen bekämpft werden.

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